Zusammen mit der Fotografin Katya Kalyska besuchen wir das Atelier des Künstlers Sipho Mabona in Luzern. Sie fängt wunderschöne Momente ein, in denen uns Sipho seine neuen Werke, seine Objekte von sentimentalem Wert und seine Arbeitsgeräte zeigt. - Tempo Design Store

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Sipho Mabona, geboren 1980, lebt heute in Luzern, Schweiz. Er war der erste Ausländer, dessen Arbeit 2008 die Titelseite des offiziellen Magazins der Japan Origami Academic Society Convention zierte. Am Luzerner Theater schuf Mabona in der Spielzeit 2019/20 seine erste Bühnenbildgestaltung für die Uraufführung der Blechbläseroper „Jungle“.
Durch das präzise Falten erforscht Sipho Mabona die Themen Transformation, Übergang und Vergänglichkeit. Mabona entdeckte Origami – nur durch Falten entstanden – als Zwanzigjähriger. Fasziniert von diesem traditionellen Handwerk, das auf akribischen Verfahren und fernöstlichen Theorien und Philosophien basiert, begann der Künstler, eine beeindruckende Welt figurativer Formen zu schaffen.
In diesem neuen Werk stellt Mabona jedoch die Grenzen von Malerei und Skulptur in Frage. In einer entschieden zeitgenössischen Interpretation einer alten Kunstform erforscht er neue Möglichkeiten in der Technik, indem er Origami und abstrakte Kunst miteinander verbindet, indem er ineinandergreifende Muster und Schatten einfach durch ungefaltete/gefaltete Leinwand darstellt. Die hier gezeigten Reliefs stellen Teile einer Frau, einer Libelle und einer Zikade dar und dienen als Metapher für Beweglichkeit, Eleganz und das Überwinden von Grenzen.
Mabonas Werk ist sowohl ein Kontrast als auch ein Gegengewicht für das einundzwanzigste Jahrhundert: Obwohl diese Objekte von der Geschichte dieser alten japanischen Praxis durchdrungen sind, besitzen sie auch eine frische und minimale Qualität. - EVERARD READ







